Lion – Der lange Weg nach Hause

Lion – Der lange Weg nach Hause ist ein US-amerikanisches Filmdrama des Regisseurs Garth Davis aus dem Jahr 2016. 

 Der fünfjährige Junge Saroo lebt in einem kleinen Dorf bei Khandwa in Indien mit seiner Mutter, seinem älteren Bruder und einer kleineren Schwester. Eines Tages begleitet er seinen großen Bruder Guddu zur Arbeit und soll eigentlich am Bahnhof auf ihn warten, doch als Guddu nicht auftaucht und auch seine Suche nach ihm erfolglos verläuft, klettert der Junge in einen leeren Zug, um dort auf ihn zu warten. Saroo schläft jedoch ein, und als er aufwacht, ist der Zug unterwegs in die 1600 Kilometer entfernte Millionenmetropole Kalkutta.


Als er dort ankommt, kann er sich nicht verständlich machen, da die Menschen bengalisch sprechen, er aber nur Hindi. Da er zudem seinen Familiennamen nicht kennt und auch den Namen seines Wohnortes falsch ausspricht, weiß er nicht, wie er wieder zurückkommen soll.

Deutscher TitelLion – Der lange Weg nach Hause
OriginaltitelLion
Produktionsland
USA, Australien, Vereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge119 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieGarth Davis
DrehbuchLuke Davies
ProduktionEmile Sherman,
Iain Canning,
Angie Fielder
MusikVolker Bertelmann,
Dustin O’Halloran
KameraGreig Fraser
SchnittAlexandre de Franceschi
Besetzung
Dev Patel: Saroo Brierley
Sunny Pawar: Saroo als Junge
Nicole Kidman: Sue Brierley
David Wenham: John Brierley
Rooney Mara: Lucy
Pallavi Sharda: Prama
Abhishek Bharate: Guddu Khan
Divian Ladwa: Mantosh Brierley
Priyanka Bose: Kamla Munshi
Deepti Naval: Saroj Sood
Tannishtha Chatterjee: Noor
Nawazuddin Siddiqui: Rawa

Saroo muss einige Wochen auf der Straße leben, bis er schließlich von der Polizei in einem Waisenhaus untergebracht und bald von einem australischen Ehepaar aufgenommen und adoptiert wird. Sue und John Brierley bieten dem Jungen in Tasmanien, wo Saroo groß wird, ein liebevolles Zuhause.
Durch Jalebi, eine indische Süßigkeit, wird Saroo an seine frühere Heimat erinnert
Als Erwachsener ist Saroo äußerst ehrgeizig und befindet sich in einer Ausbildung zum Hotelmanager. Bald beginnt er sich allerdings mit der Frage seiner Herkunft zu beschäftigen, und auf einer Party durch eine indische Süßigkeit namens Jalebi an seine Kindheit in Indien erinnert, wird die Sehnsucht nach seiner leiblichen Familie zunehmend größer. Freunde erzählen ihm von Google Earth, einer neuen Technologie, mit der Saroo im Jahr 2008 beginnt, Indien nach dem Bahnhof abzusuchen, an dem er seinen Bruder verloren hatte. Weil er ungefähr weiß, wie lange er im Zug saß, und im Internet recherchiert, wie schnell dieser fuhr, ist er in der Lage, einen Suchradius zu berechnen, in dem er seine alte Heimat vermutet. Als er sich eines Abends nach jahrelanger Suche auf Google Earth außerhalb des ursprünglichen Suchgebietes die Landschaft ansieht, kommt ihm diese bekannt vor. Er folgt einer Bahnlinie und erkennt einen Wasserturm an einem Bahnhof wieder. Von dort folgt er dem Weg, den er als Kind heimgelaufen war, und findet schließlich seinen Heimatort wieder.
Er beschließt, nach Indien zu fliegen, ohne zu wissen, ob seine Mutter, die den Lebensunterhalt mit dem Schleppen von Steinen verdiente, und sein Bruder noch leben. Seiner Adoptivmutter erzählt er davon erst kurz vorher; entgegen seiner Erwartung zeigt sie Verständnis. Seine Freundin Lucy versteht anfänglich nicht, warum er ein solches Interesse daran hat, seine leiblichen Verwandten zu finden. Saroo findet tatsächlich seine Mutter und seine Schwester, sein Bruder ist aber in jener Nacht von einem Zug erfasst und getötet worden. Zudem erfährt er, dass er seinen Namen immer falsch ausgesprochen hat, denn eigentlich heißt er „Sheru“, was „Löwe“ bedeutet. Am Ende zeigen dokumentarische Aufnahmen, dass ein Jahr später auch seine Adoptiveltern Saroos indische Heimat besuchen.

  • Der Film feierte im Rahmen des Toronto International Film Festivals 2016 seine Premiere und kam am 25. November 2016 in die US-amerikanischen Kinos. 
  • Der Film basiert auf dem Roman Lion: Der lange Weg nach Hause von Saroo Brierley aus dem Jahr 2014, in dem der Autor seine eigene Lebensgeschichte niederschrieb.
  • Im Rahmen der Oscarverleihung 2017 erhielt Lion in sechs Kategorien eine Nominierung, darunter als Bester Film und für das Beste adaptierte Drehbuch.









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