Conan

Conan ist ein Low-Fantasy-Kinofilm aus dem Jahr 2011 von Marcus Nispel, der nach den Motiven von Robert E. Howard, der seit 1932 mehrere Kurzgeschichten und einen Roman über Conan den Cimmerier verfasste, entstand. In einem Rückblick wird die Geschichte der Zauberer von Acheron, die durch die Macht der Knochenmaske gottgleiche Kräfte erhielten, erzählt. Um ihre Kraft zu entfalten, muss das magische Artefakt mit dem reinen Blut der Töchter der Zauberer befüllt werden. Dann sind dem Nutzer der Knochenmaske kaum Grenzen gesetzt, selbst Tote vermag sie zum Leben zu erwecken. Mit dieser Macht vernichten die Zauberer von Acheron ganze Heere und versklaven viele Völker.

Die Tyrannei der Zauberer wurde erst durch einen von den Barbaren angeführten Aufstand beendet. Die Maske wird zerschlagen und die Bruchstücke an in aller Herren Länder verstreuten geheimen Orten versteckt. Ein Bruchstück verbleibt auch bei den Barbaren.

Deutscher TitelConan
OriginaltitelConan the Barbarian
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2011
Länge113 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
RegieMarcus Nispel
DrehbuchThomas Dean Donnelly,
Joshua Oppenheimer,
Sean Hood
ProduktionBoaz Davidson,
Fredrik Malmberg,
Danny Lerner,
John Baldecchi,
Joe Gatta,
Henry Winterstern,
Les Weldon
MusikTyler Bates
KameraThomas Kloss
SchnittKen Blackwell
Besetzung
Jason Momoa: Conan
Rose McGowan: Marique
Rachel Nichols: Tamara
Stephen Lang: Khalar Zym
Ron Perlman: Corin, Vater von Conan
Leo Howard: junger Conan
Saïd Taghmaoui: Ela-Shan
Nonso Anozie: Artus
Gisella Marengo: Maliva
Raicho Vasilev: Wächter der Stadt
Milton Welsh: Remo
Morgan Freeman: Erzähler im Original
Wolfgang Condrus: Erzähler der dt. Version

Der Film beginnt mit einer tobenden Schlacht, in deren Verlauf Conans Mutter schwer verwundet wird. Trotz ihrer schweren Verletzung kann sie noch mit Hilfe ihres Mannes ihren Sohn zur Welt bringen und ihm den Namen Conan zuflüstern. Die Geburt auf dem Schlachtfeld ist ein mächtiges Omen, das Conan als den geborenen Krieger zeichnet.
Der junge Conan wächst bei seinem Vater Corin auf, dem Waffenschmied und Anführer der Cimmerier. Während eines Initiationsritus, bei dem er als Jüngster der Probanden teilnehmen darf, tötet Conan eine Gruppe von erwachsenen feindlichen Angreifern, während seine Mitprobanden fliehen. Diese Tat sichert ihm den Platz im Kreis der erwachsenen Kämpfer. Er übt sich fortan im Schwertkampf, unterwiesen von seinem schlachterprobten Vater. Dabei zeigt er bei all seinem Tun ein Übermaß an Sturheit, Kraft und einer berserkerhaften Wut.
Während des Überfalls einer feindlichen Armee auf Conans Heimatdorf wird Corin von einem Pfeil getroffen und gefangen genommen. Der Anführer der Angreifer, Khalar Zym, sucht nach den Bruchstücken der Knochenmaske, um nach dem Zusammensetzen die Macht der Maske für sich nutzbar zu machen und so seine tote Frau wiederzuerwecken. Corin wird von Khalar Zym gefoltert und seines Schwerts beraubt. Als Zeuge der Folter verlässt Conan sein Versteck und verstümmelt Lucius, einen der Gefolgsleute von Zym, bevor auch er gefangen genommen wird. Zyms übersinnlich begabte Tochter Marique spürt schließlich das Bruchstück in der Schmiede auf. Corin wird an einen über ihm hängenden Schmelztiegel gekettet und ins Bein geschnitten. Nur sein noch halbwüchsiger Sohn kann ihm helfen, sich aufrecht zu halten, indem er an der anderen Seite der heißen Kette zieht. Khalar Zym lässt das Dorf anzünden und Vater und Sohn zum Sterben zurück. Während die Schmiede Feuer fängt, erkennt Conans Vater die Ausweglosigkeit der Situation. Da er weiß, dass Conan nicht freiwillig loslassen wird, reißt er an der Kette und erlöst ihn so von seiner aussichtslosen Aufgabe, damit nicht beide im Feuer umkommen. Das flüssige Metall ergießt sich über Corin und er stirbt vor den Augen seines Sohnes. Conan überlebt und verlässt seine Heimat. Er zieht mit einigen Gefährten raubend um die Welt, wird ein berüchtigter Pirat und gnadenloser Kämpfer.
Zwanzig Jahre später betätigt sich Conan gemeinsam mit dem zamonranischen Piraten Artus als Söldner. Beide Männer überfallen ein Sklavencamp und bringen die Überlebenden nach Messantia. In der Stadt hat sich der Schlangenkult ausgebreitet, und in einer kleinen Garnison sieht Conan Lucius, mittlerweile Hauptmann der Wache, wieder. Er lässt sich absichtlich einsperren, um über Lucius seinen Erzfeind Zym zu finden. Nachdem Conan seiner Zelle entkommt, foltert er Lucius und erfährt dadurch, dass Zym den letzten reinblütigen Nachfahren der Zauberer von Acheron sucht, um mit dessen Blut die Macht der Maske zu entfesseln. Zufrieden mit diesen Informationen überlässt Conan Lucius den befreiten Gefangenen. Ela-Shan, ein Dieb der von Conan aus der Folter unter Lucius befreit wurde, bietet Conan als Dank seine Hilfe an. Er müsse in Arlagon, der Stadt der Diebe, nur nach ihm fragen.
Khalar Zym und seine Truppen greifen das Kloster Shaipur an, in dem sie die Reinblütige vermuten. Der Abt Fassir befiehlt seiner Schülerin Tamara, zurück in ihre Heimatstadt zu fliehen und schickt sie in einer von Zym eroberten Kutsche davon. Zym wirft Fassir vor, verantwortlich für die Tötung seiner Frau Maliva zu sein, die von Priestern wegen ihrer verbotenen Magie hingerichtet wurde. Fassir verteidigt die Tat, Maliva hätte schließlich den Untergang ganz Hyboreas herbeiführen wollen. Im Zorn tötet Zym Fassir, während Marique erkennt, dass die Reinblütige nicht mehr im Kloster ist.
Conan wird auf die Kutsche mit dem Zeichen der Maske aufmerksam, rettet Tamara vor verfolgenden Soldaten Zyms und nimmt deren Hauptmann Remo gefangen. Da Conan sicher ist, dass ihn Zym nicht erkennen wird, schleudert er Remo mit einem Katapult in das Lager von Zym, geknebelt mit einer Botschaft, in der Conan Tamara zum Kauf anbietet. Als Zym und Marique am Treffpunkt ankommen, enthüllt Conan seine Identität und fordert den Mörder seines Vaters zum Kampf. Marique hilft ihrem Vater mit Magie, indem sie aus dem Sand Kämpfer erwachsen lässt und Conan mit einer vergifteten Wurfklinge verletzt. Derart geschwächt läuft Conan Gefahr, Zym zu unterliegen, doch kann Tamara rettend eingreifen, und beide fliehen auf Artus' Schiff, nachdem sie von einer Klippe ins Meer springen. Artus bleibt auf seinem Schiff, während Conan an Land geht, um Zym zu stürzen. Artus gibt Tamara eine Karte, in der Conan sein Ziel eingetragen hat, damit sie ihm folgen kann. Tamara findet ihn in einer Höhle, in der sich beide leidenschaftlich lieben. Am nächsten Morgen wird Tamara auf ihrem Weg zurück zum Schiff von Zyms Männern gefangen genommen.
Conan erinnert sich an das Versprechen von Ela-Shan und reist nach Argalon, um Shan zu bitten, ihn in Zyms Festung zu bringen. Sie können durch eine Unterwasserhöhle eindringen und besiegen dort eine monströse Krake und die Wachen. Dann entdecken sie, dass Tamara zur Opferung in die Höhle der Schädel geführt wird. Conan verabschiedet sich von Shan und schleicht sich allein in die Höhle, in der Zym und Marique die Opferung Tamaras vorbereiten. Zym hat bereits Blut von Tamara in die Maske fließen lassen, diese damit aktiviert und sich die Maske aufgesetzt. Als Zym versucht, Maliva wieder zum Leben zu erwecken, greift Conan Zym an. Daraufhin löst die Maske ein Erdbeben aus. Conan kann Tamara befreien, die in die Höhle flieht. Marique verfolgt Tamara und verwickelt sie in einen Zweikampf. Conan eilt Tamara zur Hilfe, wobei er Marique die Hand abhackt und Tamara sie in einen Abgrund stößt, wo sie auf einem Pfeiler aufgespießt wird. Als Zym und Conan ihren Kampf fortsetzen, droht Zym damit, Conan mit der Klinge seines eigenen Vaters zu töten. Conan entreißt ihm das Schwert mit der bloßen Hand an der Klinge. Während Tamara und Conan vor weiteren Erdbebenstößen fliehen, entdeckt Zym den toten Körper seiner Tochter und schwört Rache. Tamara bricht auf einer Brücke ein, kann sich aber an einer Kette, die Conan greift, festhalten. Zym entdeckt die beiden und stimmt erneut den Ritus an, der Maliva wieder ins Leben zurückrufen soll. Ihr Geist ergreift mehr und mehr den Besitz von Tamaras Körper. Um diesem Schicksal zu entgehen, bittet Tamara Conan, sie loszulassen, damit sie in die Tiefe stürzt. Aber Conan zerstört stattdessen den Teil der Brücke, auf dem Zym steht, so dass dieser abstürzt und stirbt. Tamara und Conan können fliehen, bevor das Erdbeben die Höhle der Schädel einstürzen lässt.
Conan bringt Tamara in ihre Heimat. Dort sagt er ihr: „Auf dass wir uns wiedersehen!“. Danach reist Conan in sein Heimatdorf und steckt das Schwert seines Vaters auf dessen Grab.

  • Die Filmfigur als solche wurde bereits in den Filmen Conan der Barbar und Conan der Zerstörer aus den Jahren 1982 und 1984 auf der Leinwand vorgestellt, hat jedoch mit Conan nur die von Robert E. Howard erdachte Romanfigur gemeinsam, während die Handlung größtenteils auf anderen Erzählungen Howards beruht.









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