Centurion

Centurion (Alternativtitel: Centurion – Fight or Die) ist ein Historienfilm aus dem Jahr 2010, dessen Handlung das Schicksal der Neunten Römischen Legion in Britannien thematisiert.

117 n. Chr.: Der römische Centurio Quintus Dias ist in einem römischen Außenposten in Britannien an der Grenze zum Land der Pikten stationiert. Eines Nachts werden die Männer der Grenzgarnison von den Bewohnern des Nordens Britanniens überfallen. In einem blutigen Gemetzel werden mit Ausnahme von Dias alle römischen Soldaten getötet. Nur er, welcher der Sprache der Pikten mächtig ist, wird verschont und als Gefangener in das Lager des Piktenkönigs Gorlacon verschleppt.

Hier wird er gefoltert und in einen Kerker geworfen. Doch Dias kann entkommen. Mit gefesselten Armen und nacktem Oberkörper flieht er über die Berge in Richtung der römischen Garnison, verfolgt von den Pikten, die ihn schließlich einholen. Kurz bevor sie ihn töten können, wird der Trupp Pikten von römischen Soldaten überrascht, die Quintus befreien.

Deutscher TitelCenturion
OriginaltitelCenturion
ProduktionslandVereinigtes Königreich
Frankreich
OriginalspracheEnglisch,
Schottisch-Gälisch
Erscheinungsjahr2010
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 18
RegieNeil Marshall
DrehbuchNeil Marshall
ProduktionChristian Colson,
Robert Jones
MusikIlan Eshkeri
KameraSam McCurdy
SchnittChris Gill
Besetzung
Michael Fassbender: Quintus Dias
Dominic West: Titus Flavius Virilus
Olga Kurylenko: Etain
Noel Clarke: Macros
Liam Cunningham: Brick
David Morrissey: Bothos
Riz Ahmed: Tarak
JJ Feild: Thax
Dimitri Leonidas: Leonidas
Imogen Poots: Arianne
Ulrich Thomsen: Gorlacon
Ryan Atkinson: Gorlacons Sohn
Dave Legeno: Vortix
Paul Freeman: Statthalter Julius Agricola
Rachael Stirling: Druzilla
Axelle Carolyn: Aeron
Peter Guinness: General Cassius
Lee Ross: Septus

Die Römer führt der General Titus Flavius Virilus an. Dieser hat von Statthalter Agricola den Auftrag erhalten, mit der Neunten Legion den Widerstand der Pikten nach fast 30 Jahren des Patt-Zustandes endgültig zu brechen und ihm ihren Anführer Gorlacon in Ketten zu bringen. Die Legion wird dabei von der stummen Etain angeführt, einer vermeintlich mit Rom sympathisierenden Piktin. Doch wie man später erfährt, erlebte sie als Kind die Grausamkeit von Römern, die ihr Dorf überfielen. Ihr Vater wurde geblendet, ihre Mutter und sie vergewaltigt, ihre Zunge herausgeschnitten, um nichts berichten zu können. In einem anderen Piktendorf wuchs sie auf und sinnt seit da auf Rache an den Römern.

Dias schließt sich Virilus und der Neunten an. Doch es kommt anders als geplant: Etain führt die Männer in einen Hinterhalt. In dem anschließenden Gemetzel werden die 3000 römischen Soldaten von den Pikten abgeschlachtet, Virilus wird gefangen genommen. Nur Dias und einige andere entkommen. Mit dem Griechen Leonidas, dem Nubier Macros, dem Koch Tarak und einer Handvoll weiterer Soldaten macht sich Dias auf, Virilus zu befreien. Er führt die Männer in das Lager der Pikten, aus dem er selbst erst vor kurzem fliehen konnte. Es gelingt ihnen zwar, des Nachts Virilus zu finden, doch ein Trupp heimkehrender Pikten und die unlösbaren Ketten machen Virilus' Befreiung unmöglich. Virilus nimmt Dias das Versprechen ab, dass er die Hinterbliebenen zurück nach Hause bringt. Gleichzeitig begeht der römische Soldat Thax einen großen Fehler, indem er eigenmächtig Gorlacons Sohn tötet, damit dieser nicht durch sein Geschrei seinen Vater auf die Römer aufmerksam machen kann. Gorlacon schwört bittere Rache an den Mördern. Am nächsten Tag wird der geschwächte Virilus in einen ungleichen Zweikampf auf Leben und Tod gegen „die schöne Wölfin“, wie er Etain nennt, gedrängt, von ihr besiegt und getötet. Danach befiehlt Gorlacon Etain, mit einem Trupp Pikten-Soldaten die Verfolgung von Dias und seinen Männern aufzunehmen und ihm ihre Köpfe zu bringen.

Trotz deren großen Vorsprungs gelingt es der Fährtenleserin, Dias und seine Männer rasch einzuholen. Als erster wird Tarak von zwei Pfeilen der Piktin Aeron getötet, nachdem er sich beim Stolpern auf der Flucht das Bein gebrochen hat. Als Leonidas nach ihrem gemeinsamen Sprung von einer Klippe angeschlagen ist, bleibt Bothos bei dem Jungen, während Dias und Brick in das Lager der Pikten eindringen, um ihre Verfolger zu dezimieren, treffen dort aber nur auf zwei mäßig bewaffnete Soldaten. Einer dieser Männer legt bei Quintus Zeugnis über den Grund der Jagd auf die Römer ab, während ihm bereits ein Messer im Leib steckt. Gleichzeitig überfallen Etain und ihre Männer Leonidas und Bothos, wobei der geschwächte Grieche getötet und anschließend von Etain enthauptet wird. Bothos wird von einem Pfeil Aerons ins Bein getroffen. Centurio Dias, Brick und Bothos schleppen sich weiter und erreichen eine Hütte im Wald. Hier lebt die junge Arianne, eine Piktin, die einst von ihrem Stamm verstoßen wurde, da man sie der Hexerei beschuldigte. Sie gewährt den verfolgten Soldaten Schutz und die Wärme ihres Feuers. Auch bietet sie Unterschlupf vor Etain und ihren Männern und rettet unter Einsatz ihres Lebens die Römer.

In der Zwischenzeit versuchen Thax und Macros, die nach dem Sprung von der Klippe in wilden Stromschnellen von der Gruppe getrennt worden waren, einem Rudel Wölfe zu entkommen. Der schwächere Läufer Thax verwundet Macros an der Wade, um selbst zu entkommen, während dem Nubier ein aussichtsloser Kampf gegen die hungrigen Wölfe bevorsteht.

Nach zwei Tagen bei Arianne nehmen Quintus, der sich indes in Arianne verliebt hat, Brick und Bothos ihre Reise wieder auf und erreichen die vermeintlich rettende Garnison der Römer, welche sich lediglich zwei Tagesmärsche südlich der Behausung der einsamen Frau befindet. Doch ist dieses verlassen, da Agricola den Befehl zum Rückzug gab. Plötzlich erscheint Etain mit ihrem Trupp. In einem letzten Gefecht werden die Pikten schließlich trotz Überzahl geschlagen, und Etain wird von Quintus Dias getötet. Zuvor fällt Brick in der blutigen Schlacht durch einen von Etain geschleuderten Speer. In der kommenden Nacht stößt Thax auf Quintus und Bothos. Bald ahnt Quintus, dass es Thax war, der den Mord an dem Königssohn begangen und damit die blinde Wut der Pikten auf sie gezogen hat. Am kommenden Tag erreichen die Männer einen Grenzwall, den die Römer gerade errichten. Thax bedroht daraufhin Dias mit einem Schwert und beschwört ihn, nichts vom Mord an dem Jungen seinen Vorgesetzten zu berichten. In einem kurzen, erbitterten Gefecht muss Dias Thax töten. Entsetzt muss er dann mit ansehen, wie Bothos von einem römischen Bogenschützen getötet wird, da er die fellerne Bekleidung der Pikten trug und so mit dem Feind verwechselt wurde.

Dias, der einzige Überlebende der stolzen Neunten Legion, tritt nun dem Statthalter Agricola gegenüber. Dieser ist entsetzt. In einem Gespräch mit seinen Generälen beschließt Agricola, die Schmach so schnell wie möglich vergessen zu machen und ordnet an, die Neunte Legion aus allen Aufzeichnungen zu streichen. Auf seinen Befehl hin reicht seine Frau Drusilla Dias Wein. Doch bevor zwei Soldaten Dias als letzten Zeugen der Schande der Neunten Legion beseitigen können, wehrt er sich und tötet seine ehemaligen Kameraden. Von seiner Wunde geschwächt und über die Behandlung durch die römische Militärführung erbittert, reitet er in den Wald zu Arianne zurück. Er fällt vor ihren Augen vom Pferd. Es ist aber gewiss, dass Dias überlebt, da der Film mit den Worten „Mein Name ist Quintus Dias. Ich bin ein Flüchtling Roms, und dies ist weder der Anfang noch das Ende meiner Geschichte“ endet.








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