Sonntag, 19. Juli 2020

Der Schatz der Sierra Madre / Regie: John Huston

Posted By: G.M. Sandfort - Juli 19, 2020

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Der Schatz der Sierra Madre ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1948 unter Regie von John Huston nach dem gleichnamigen Roman von B. Traven. In den Hauptrollen spielen Humphrey Bogart, Tim Holt und John Hustons Vater Walter Huston.

Deutscher TitelDer Schatz der Sierra Madre
OriginaltitelThe Treasure of the Sierra Madre
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1948
Länge121 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieJohn Huston
DrehbuchJohn Huston
ProduktionHenry Blanke für
Warner Brothers
MusikMax Steiner
KameraTed McCord
SchnittOwen Marks

Mexiko im Jahr 1925: Der US-Amerikaner Fred C. Dobbs ist in Tampico an der mexikanischen Ostküste gestrandet; hier gibt es einen der größten Ölhäfen der Welt. Dobbs überlebt, indem er reiche Landsleute anbettelt. Auf einer Parkbank lernt er einen jüngeren Landsmann kennen, dem es ähnlich geht: Bob Curtin.
Der Bauunternehmer Pat McCormick bietet Dobbs an, ihn vorübergehend beim Bau eines Bohrturms zu beschäftigen. Dobbs willigt sofort ein, Curtin wird sein Arbeitskollege. Nach zwei Wochen verabredet sich McCormick mit seinen beiden Arbeitskräften in einer Bar in Tampico, um ihnen den Lohn auszuzahlen. Die beiden warten, der Unternehmer erscheint nicht, Dobbs und Curtin sind finanziell am Ende. Im Schlafsaal einer billigen Herberge hören sie, wie der alte Goldgräber Howard von einer mexikanischen Goldader schwärmt und zugleich die zerstörerischen Folgen der Goldgier ausmalt. Am nächsten Tag laufen Dobbs und Curtin zufällig ihrem Bauunternehmer über den Weg. Der will nicht zahlen, es kommt zu einer Schlägerei. Der Unternehmer unterliegt und die beiden geprellten Arbeitskräfte bedienen sich aus der Brieftasche ihres Auftraggebers mit dem, was ihnen zusteht.
Jetzt stehen sie vor der Frage, wie sie ihr Geld am besten anlegen sollen, und die Erinnerung an Howards Erzählung bringt sie auf die Idee, es mit dem Goldsuchen zu versuchen. Sie fordern den Prospektor auf, sich daran zu beteiligen. Er ist zwar alt, aber er ist ein Profi und er beherrscht als einziger die spanische Sprache. Howard ist begeistert; er muss den beiden Anfängern jedoch klarmachen, dass sie nicht genügend Geld für die Ausrüstung haben. Sie benötigen nicht nur Packesel, Werkzeuge und Proviant, sondern auch Waffen, denn das Gebiet, in dem die Goldader liegt, wird von Banditen beherrscht. In dieser Situation kommt Dobbs das Glück zur Hilfe; in einer Lotterie gewinnt er die fehlenden Pesos und so machen sich die drei mit der Eisenbahn auf den Weg in den mexikanischen Westen. Ihr Ziel ist der von Indios bewohnte Gebirgszug der Sierra Madre; die Eisenbahn soll sie bis nach Victoria de Durango bringen, der Hauptstadt des Bundesstaates Durango.
Der Zug wird von Banditen überfallen. Unter den Angreifern erkennen die Goldsucher einen berüchtigten Anführer; wegen der Farbe seines Sombreros wird er „Goldhut“ genannt. Im Zug sind Soldaten; es gelingt ihnen, die Banditen in die Flucht zu schlagen.
In Durango versehen sich Dobbs, Curtin und Howard mit Packeseln und Vorräten und beginnen mit dem Aufstieg in die Sierra Madre. Vom Dschungel wechseln sie in ein Gebiet mit karger Vegetation. Der alte Howard ist immer vorneweg, die beiden jüngeren sind bald erschöpft. In dem Moment, in dem Dobbs kapituliert und umkehren will, klärt Howard ihn auf. Gerade jetzt haben sie ihr Ziel erreicht, sie stehen auf Gold – Unwissende wie seine beiden Begleiter verwechseln Goldstaub mit gewöhnlichem Sand.
Die drei graben einen Stollen, bauen eine Waschrinne und beginnen mit der Goldwäsche. Howard hatte recht, die Ader ist ergiebig. Die Goldgräberei der drei ist illegal; sie haben kein Schürfrecht erworben, da sie fürchten, von den großen Bergwerksgesellschaften vertrieben zu werden, wenn sie einen Antrag stellen.
Nach einigen Wochen erfolgreicher harter Arbeit regen sich Gier und Misstrauen, vor allem bei Dobbs. Er setzt durch, dass die Tagesausbeute an jedem Abend auf die drei Prospektoren aufgeteilt wird. Sie verstecken ihre Vorräte voreinander, von der Furcht beherrscht, dabei von den anderen beobachtet zu werden.
Besetzung
Humphrey Bogart: Fred C. Dobbs
Walter Huston: Howard
Tim Holt: Bob Curtin
Bruce Bennett: James Cody
Barton MacLane: Pat McCormick
Alfonso Bedoya: Goldhut ("Gold Hat")
Arturo Soto Rangel: Wirt in Durango
Robert Blake: Losverkäufer
  • Der Film wurde zu großen Teilen an Originalschauplätzen in Mexiko gedreht, was eine Besonderheit war – Außenaufnahmen galten im Westerngenre zwar als üblich, jedoch nicht im südlichen Nachbarland, zumal die amerikanisch-mexikanischen Politbeziehungen zu allen Zeiten belastet waren.
  • Entgegen kam John Huston, dass er um 1926 herum für zwei Jahre aus einer Laune heraus und auf Vermittlung seines Reitlehrers in der mexikanischen Kavallerie gedient hatte, wobei er die spanische Sprache erlernte und eine generelle Liebe für das Land entwickelte. Abgesehen davon entzog er sich mit dem Dreh rund um die unbedeutende Ortschaft San José Purua und in der Sierra Madre Occidental der direkten Kontrolle der Warner Bros.-Bosse, hatte mehr Freiheiten, musste sich aber andererseits mit den schwierigen Bedingungen der schlechten Infrastruktur herumschlagen. Dies und seine akribische Arbeitsweise führten zu einer Überschreitung des Zeitplans um 29 Tage (die Aufnahmen gingen von März bis Mitte Juli 1947), was vor allem Humphrey Bogart zutiefst verärgerte, weil er geplant hatte, mit seiner Yacht "Santana" an einem Wettrennen nach Honolulu teilzunehmen, das am 4. Juli startete. Dem Vernehmen nach beendete Huston das dauernde Nörgeln seines Stars mit einem schmerzhaften Nasendreher. Gegen die zum Teil schlechte Küche kämpfte Bogart's mitgereiste Gattin Lauren Bacall an; auch Huston's damalige Frau Evelyn Keyes weilte vor Ort.
  •  Gleich zu Beginn des Films ist Regisseur John Huston als weiß gekleideter Amerikaner zu sehen, der dem bettelnden Humphrey Bogart mehrmals einen Peso gibt. Nachdem Humphrey Bogart einen dieser Pesos für einen Friseurbesuch ausgegeben hat, läuft ihm auf der Straße eine Prostituierte über den Weg. Er geht ihr nach, und sie verschwindet in einem Stundenhotel. Die Prostituierte soll von Hollywoodstar Ann Sheridan dargestellt worden sein

  • Der Filmdienst schreibt, es sei ein „spannender Abenteuerfilm“ und „ein Klassiker des Abenteuergenres“. Exemplarisch zeige er das Scheitern des Bemühens um sicheren materiellen Besitz.
    Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 9/1950


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