Der Mann, der König sein wollte / Regie: John Huston

Der Mann, der König sein wollte (Originaltitel: The Man Who Would Be King) ist ein britischer Abenteuerfilm des Regisseurs John Huston aus dem Jahr 1975, basierend auf der gleichnamigen Erzählung von Rudyard Kipling.


Deutscher TitelDer Mann, der König sein wollte
OriginaltitelThe Man Who Would Be King
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1975
Länge129 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieJohn Huston
DrehbuchJohn Huston,
Gladys Hill
ProduktionJohn Foreman
MusikMaurice Jarre
KameraOswald Morris
SchnittRussell Lloyd

In der Rahmenhandlung des Films wird der Reporter Kipling vom Northern Star von einem scheinbar verrückten Landstreicher aufgesucht, der sich als sein früherer Bekannter Peachy zu erkennen gibt. Peachy erzählt ihm die Geschichte, wie er und sein Partner Daniel in Kafiristan, einer Region im heutigen Afghanistan, zuerst als Götter verehrt wurden und dann alles verloren.
Die Rückblende erzählt nun die eigentliche Handlung: Einige Jahre zuvor hatten die ehemaligen Soldaten und Überlebenskünstler Peachy Carnehan und Daniel Dravot, die in Britisch-Indien ihr Unwesen trieben, im Büro von Rudyard Kipling einen Vertrag abgeschlossen, in dem sie sich verpflichteten, alles zu tun, um Könige von Kafiristan zu werden und sich während ihrer Mission von Alkohol und Frauen fernzuhalten. Als Einheimische verkleidet, machen sie sich mit zwanzig Martini-Gewehren auf die gefahrvolle Reise zum Khyberpass, um das unerforschte Kafiristan zu erreichen. Nach einigen Abenteuern erreichen sie ein Dorf in Kafiristan und werden dort angesprochen von Billy Fish, einem Gurkha und dem einzigen Überlebenden einer seit Jahren verschollenen britischen Kartierungsexpedition. Billy spricht Englisch, das er bei seinem Regiment gelernt hat. Dort erhielt er auch seinen Namen. Als Peachy und Daniel sich dem örtlichen Häuptling als Militärberater anbieten, fungiert Billy ab diesem Zeitpunkt für sie als Dolmetscher.
In diesem Dorf in Kafiristan bilden sie eine Truppe aus, um so deren Feinde anzugreifen. Bei diesem ersten Kampf landet ein Pfeil in Daniels Brust, ohne ihn zu verletzen. Die Einwohner hatten nicht bemerkt, dass der Pfeil in Daniels Patronengurt steckengeblieben war. Sie ermorden daraufhin ihren Häuptling und machen Danny zum König.
Nun schickt der Hohepriester von Kafiristan nach ihnen, um sie zu befragen und zu prüfen: Er möchte Daniels Unverletzbarkeit selbst erleben. Als seine Häscher Daniels Brust entblößen, entdecken sie ein Freimaurer-Amulett, das um seinen Hals hängt, und glauben dadurch seine Göttlichkeit und Abstammung von Alexander dem Großen zu erkennen. Sie nennen ihn Sikander den Zweiten. Angeblich hat Alexander nach seiner Eroberung Kafiristans eine Truhe mit dem Freimaurerzeichen hinterlassen und seine Wiederkehr oder die seines Sohnes angekündigt. Da der Hohepriester nun von der Göttlichkeit und Abstammung Daniels überzeugt ist, zeigt er ihm eine Schatzkammer mit unermesslichen Schätzen: Er könne damit machen, was immer er wolle.
Daniel nimmt seine königliche Rolle sehr ernst. Er spricht Recht und lässt es kodifizieren, um das Land in einen modernen Staat zu verwandeln. Billy Fish hilft ihm weiterhin als Dolmetscher. Von Peachy erwartet Daniel wie von allen anderen die devote Verbeugung in der Öffentlichkeit, Peachy erklärt sein Einverständnis. Aber Daniel steigt seine neue Ehre allmählich zu Kopf.
Nach etlichen Monaten erklärt Peachy, sie sollten das Land mit den Schätzen Richtung England verlassen, sobald die Pässe wieder passierbar sind. Daniel will jedoch bleiben, ihm gefällt seine Rolle offenbar zu sehr, will jedoch Peachy durchaus alleine ziehen lassen. Daniel erklärt, dass das Land Vorrang vor eigenen Interessen habe. Peachy sagt ihm, er sei krank im Kopf.

Besetzung
Sean Connery: Daniel
Michael Caine: Peachy
Christopher Plummer: Rudyard Kipling
Saeed Jaffrey: Billy Fish
Doghmi Larbi: Ootha
Jack May: Distrikt-Kommandeur
Karroom Ben Bouih: Kafu Selim
Albert Moses: Ghulam
Shakira Caine: Roxanna


  • Für Cinema war der Film „[e]ine Glanzleistung des britischen Kinos“





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Eine Reise mit der Liebe und dem Tod / Regie: John Huston

Eine Reise mit der Liebe und dem Tod ist ein US-amerikanisches Abenteur-Filmdrama des Regisseurs John Huston aus dem Jahr 1969. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hans Koningsberger, der 1961 veröffentlicht wurde.

Deutscher TitelEine Reise mit der Liebe und dem Tod
OriginaltitelA Walk with Love and Death
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1969
Länge85 Minuten
RegieJohn Huston
DrehbuchDale Wasserman
ProduktionCarter DeHaven
MusikGeorges Delerue
KameraEdward Scaife
SchnittRussell Lloyd

Frankreich zur Zeit des Hundertjährigen Krieges. Der junge unternehmungslustige Heron de Fois verlässt die Universität in Paris. Auf seiner Reise durch Frankreich gerät er in die Wirren des Krieges. Heron wird Zeuge erbitterter Kämpfe zwischen Franzosen und Engländern. Er bekommt mit, wie Bauern gegen ihre Gutsherren aufbegehren.
Heron lernt Claudia kennen, die Tochter eines wohlhabenden Gutsherren, dessen Besitz von revoltierenden Bauern gestürmt wurde. Heron bringt Claudia zu ihrem Onkel Robert dem Älteren. Der Adelige hat sich auf die Seite der Bauern geschlagen. Claudia will Rache nehmen, doch Heron, Zeuge von Tod und Zerstörung, will Frieden. Die beiden reisen weiter.
Unterwegs suchen sie Schutz in einem Kloster, das von Soldaten bedroht wird. Die Mönche ergreifen die Flucht, doch Heron und Claudia halten eine Hochzeitszeremonie für sich selber ab. Danach ergeben sie sich in ihr Schicksal.

Besetzung
Anjelica Huston: Claudia
Assi Dayan: Heron de Fois
Anthony Higgins: Robert de Loris
John Hallam: Sir Meles
Robert Lang: Pilgerführer
Guy Deghy: Der Priester
Michael Gough: verrückter Mönch
George Murcell: Der Kapitän
Eileen Murphy: Zigeunermädchen
Anthony Nicholls: Pater Superior
Joseph O'Conor: Pierre von St. Jean
John Huston: Robert der Ältere
Melvyn Hayes: Erster Entertainer
Barry Keegan: Bauernanführer
Gilles Ségal: Entertainer
Med Hondo: Entertainer
Paul Hör: Bauernjunge
  • Die Filmzeitschrift Cinema schrieb: „Starke Momente, interessante Schlachten, aber langatmig.






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Dave – Zuhaus in allen Betten / Regie: John Huston

Dave – Zuhaus in allen Betten (Originaltitel Sinful Davey, Verweistitel The Sinful Adventures of Davey Haggart) ist eine britische Abenteuer-Filmkomödie von John Huston aus dem Jahr 1969. Der Film basiert lose auf den Tagebüchern von David „Davey“ Haggart, der im Film von John Hurt verkörpert wird. Die Aufzeichnungen The Life of David Haggart wurden 1821 in Edinburgh erstmals veröffentlicht. In tragenden Rollen sind Pamela Franklin als Daveys Jugendfreundin Annie, Nigel Davenport als verfolgender Polizist, Ronald Fraser als Taschendieb MacNab und Robert Morley als Herzog von Argyll zu sehen. Das Filmplakat warb seinerzeit mit den Worten: „Nieder mit der Tugend! Nieder mit dem Gesetz! Hoch mit Davey!“ für den Film

Deutscher TitelDave – Zuhaus in allen Betten
OriginaltitelSinful Davey
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1969
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
RegieJohn Huston
DrehbuchJames R. Webb
ProduktionWilliam N. Graf
MusikKen Thorne
KameraFreddie Young, Edward Scaife
SchnittRussell Lloyd

Schottland im 19. Jahrhundert: Der junge Davey Haggart ist Anfang der 1820er-Jahre fest entschlossen, in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters zu treten, eines Räubers und Wegelagerers, der im Alter von 21 Jahren wegen eines verhängnisvollen Raubüberfalls auf den Herzog von Argyll gehängt wurde. Aus diesem Grund verlässt er die königliche Armee und schließt sich mit MacNab zusammen, einem schmuddeligen Taschendieb. Ihre gemeinsam durchgeführten Diebstahlsversuche, in deren Verlauf sie auch eine für die medizinische Forschung bestimmte Leiche verschwinden lassen, bringen sie allerdings irgendwann ins Gefängnis. Obwohl Davey die Flucht verwehrt bleibt, gelingt es ihm, in den Frauentrakt zu gelangen. Dort vergnügt er sich mit Jean Carlisle, die zu einer Bande umherziehender Banditen gehört.
Inzwischen ist Annie, ein Mädchen, mit dem Davey seit seiner Kindheit, die beide im Waisenhaus verbracht haben, befreundet ist, nicht untätig geblieben. Es gelingt der jungen Frau, Davey aus dem Gefängnis zu befreien und ihm zur Flucht zu verhelfen, wobei auch MacNab mit fliehen konnte. Zusammen rauben sie eine Postkutsche. Als die Nachricht von Daveys Flucht Constable Richardson erreicht, wendet er sich an Annie und macht ihr klar, dass Davey bei seinen Bemühungen in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, riskiert, ebenso wie dieser, am Galgen zu enden. Obwohl Annie, die sehr religiös ist, möchte, dass Davey einen anderen Weg einschlägt, weigert sie sich, mit der Polizei zu kooperieren und setzt alles daran, dass Davey nicht in deren Hände gerät.
Davey hat sich in der Zwischenzeit in den schottischen Highlands bei einem hinterhältigen Gastwirt einquartiert. Dort holt ihn seine Vergangenheit in Form eines wütenden Vaters, dessen Tochter er einst verführt hatte, wieder ein. Bei dem Mann handelt es sich um Sir James Graham. Als vier junge Raufbolde auftauchen, rettet Davey Sir Graham vor diesen, entwendet dem Sir aber gleichzeitig dessen Geld. Da Graham davon nichts mitbekommen hat und dankbar für seine Rettung ist, lädt er Davey in das Haus seines Onkels ein, des Herzogs von Argyll. Davey ist hoch erfreut, dass sich ihm die Gelegenheit bietet, den Mann zu treffen, der seinen Vater an den Galgen gebracht hat. So begibt er sich zusammen mit Sir Graham auf die Reise, verfolgt von MacNab und Jean, denen wiederum Annie und Constable Richardson folgen
Besetzung
John Hurt: Davey Haggart
Pamela Franklin: Annie
Nigel Davenport: Constable Richardson
Ronald Fraser: MacNab
Robert Morley: Herzog von Argyll
Fidelma Murphy: Jean Carlisle
Maxine Audley: Herzogin von Argyll
Fionnula Flanagan: Penelope
Donal McCann: Sir James Campbell
Allan Cuthbertson: Captain Douglas
Eddie Byrne: Yorkshire Bill
Niall MacGinnis: Boots Simpson
Noel Purcell: Jock
Judith Furse: Mary
Francis De Wolff: Andrew
Paul Farrell: Gerichtsvollzieher aus Stirling
Geoffrey Golden: Warden McEwan
Leon Collin: Doktor Gresham





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Die Wurzeln des Himmels / Regie: John Huston

Die Wurzeln des Himmels (Originaltitel: The Roots of Heaven) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1958 von John Huston. Das Drehbuch verfassten Romain Gary und Patrick Leigh Fermor. Es beruht auf dem 1956 erschienenen Roman „Les racines du ciel“ von Romain Gary. Die Hauptrollen sind mit Trevor Howard, Juliette Gréco und Errol Flynn besetzt. Ins Kino kam das Werk erstmals am 15. Oktober 1958 in den Vereinigten Staaten. In der Bundesrepublik Deutschland konnte man den Film ab 19. Dezember 1958 auf der Leinwand sehen.

Deutscher TitelDie Wurzeln des Himmels
OriginaltitelThe Roots of Heaven
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1958
Länge121 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
RegieJohn Huston
DrehbuchRomain Gary
Patrick Leigh Fermor
ProduktionDarryl F. Zanuck
Robert Jacks
MusikMalcolm Arnold
KameraOswald Morris
SchnittRussell Lloyd

Französisch-Äquatorialafrika in den 1950er Jahren. Der fanatische Tierschützer Morel setzt seine ganze Kraft dafür ein, die Elefanten vor dem Aussterben zu bewahren. In einer Bittschrift wendet er sich an die örtlichen Behörden, an die Franziskaner der Missionsstation in Fort Lamy und an den Gouverneur, weil er hofft, diese würden ihn bei seinem Antrag, ein Gesetz zum Schutz der Elefanten zu erlassen, unterstützen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Vorerst stehen ihm lediglich zwei Einzelpersonen bei: der aus der britischen Armee ausgestoßene Johnny Forsythe und die Nachtklubsängerin Minna. Hoffnung beginnt Morel erst wieder zu schöpfen, als er von einem amerikanischen Rundfunkreporter in einer Sendung als „moderner Robin Hood“ bezeichnet worden ist.
Der Gouverneur hält nichts von dem Tierschützer. Er hält ihn für einen Agenten des in Europa erzogenen Waitari. Dieser führt in der Kolonie eine Untergrundbewegung an, die mit allen Mitteln für die Unabhängigkeit Äquatorialafrikas kämpft. Nun schickt der Gouverneur seinen Vertrauten Saint Denis in die Berge zu Morels Lager. Dieser soll den Tierschützer überreden, seinen „Feldzug“ aufzugeben. Dann erhalte er sicheres Geleit bis zur Grenze. Als Saint Denis den Gesuchten gefunden hat, trifft er bei ihm auch den dänischen Naturwissenschaftler Peer Qvist, den jungen Afrikaner Yussef, einen, der sich als „Baron“ ausgibt, Waitari und noch ein paar Eingeborene, die die meiste Zeit ihres Lebens hinter Gittern verbracht haben. Morel gibt zu, dass Waitari ihn in seinem Bemühen, die Elefanten zu schützen, hilft; mit Waitaris Untergrundbewegung habe er jedoch nichts gemein. Er wolle lediglich erreichen, dass sein Manifest der bevorstehenden „Kongo-Konferenz zur Erhaltung der afrikanischen Tierwelt“ vorgelegt werde. Deshalb lehnt er das Angebot des Gouverneurs ab.
Morel und seine Leute statten dem Chef der Lokalpresse einen Besuch ab. Kurz darauf erscheint sein Manifest auf der Titelseite. Noch am selben Tag dringt Morel mit seinen Getreuen in das Haus des einflussreichen Orsini ein, der gerade ein Fest veranstaltet und als Kopf der Wilderer gilt. Während einige die Ausgänge bewachen, liest Morel dem entsetzten Orsini und seinen Gästen sein Manifest vor. Dann verlässt die Gruppe die Villa. Waitari hat sich schon vorher abgesetzt. Drei seiner Männer stehlen Morels einzigen Lastwagen, weil der Tierschützer in einem Interview mit einem Journalisten verschwiegen hatte, dass er von Waitari unterstützt wird.
Als Morel mit seinem verbliebenen Häufchen zu Fuß den Kuru-See erreicht, hält sich dort gerade eine große Elefantenherde auf. Plötzlich stürzt in der Nähe ein Sportflugzeug ab. Nur ein Insasse kann sich mit mehreren Rippenbrüchen retten: der amerikanische Fotoreporter Abe Fields. Dieser ist erfreut, Morel gegenüberzustehen und schließt sich seiner Gruppe an.

Besetzung
Trevor Howard: Morel
Juliette Gréco: Minna
Errol Flynn: Johnny Forsythe
Grégoire Aslan: Habib
Friedrich von Ledebur: Peer Qvist
Oliver Hussenot: Baron
André Luguet: Gouverneur
Eddie Albert: Abe Fields
Orson Welles: Cy Sedgewick
Paul Lukas: Saint Denis
Pierre Dudan: Major Schölscher
Herbert Lom: Orsini
Marc Doelnitz: De Vries
Jacques Marin: Cerisot
Habib Benglia: Korotoro
Edric Connor: Waitari
Maurice Cannon: Haas
Francis De Wolff: Farque
Alain Saury: Adjutant
Roscoe Stallworth: N’Dolo







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Der Seemann und die Nonne / Regie: John Huston

Der Seemann und die Nonne ist der Titel eines US-amerikanischen Kriegsfilms aus dem Jahr 1957. Als literarische Vorlage diente der Roman von Charles Shaw.

Deutscher TitelDer Seemann und die Nonne
OriginaltitelHeaven knows, Mr. Allison
ProduktionslandUSA, Großbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1957
Länge102 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieJohn Huston
DrehbuchJohn Lee Mahin
John Huston
ProduktionBuddy Adler
Eugene Frenke
MusikGeorges Auric
KameraOswald Morris
SchnittRussell Lloyd
1944 im Südpazifik. Der US-amerikanische Korporal Allison treibt mit seinem Schlauchboot auf eine Insel zu. Vorsichtig betritt er das Ufer, findet aber nur leere Hütten und Blockhäuser sowie eine Holzkirche mit Turm.
An der Kirchentür taucht plötzlich eine Nonne auf, Schwester Angela. Sie und ein mittlerweile verstorbener Pater waren in den Kriegswirren vor kurzem ebenfalls hierher verschlagen worden.
Allison ist erschöpft, hat Hunger. Sie gibt ihm zu essen, es ist der letzte Rest an Lebensmitteln. Jetzt bleibt ihnen nur noch das, was die Insel ihnen bietet.
Bei einem Jagdausflug entdeckt Allison eine verborgene Höhle, die ihnen als Versteck dient. Sie wollen baldmöglichst die Insel wieder verlassen. Dazu muss das Schlauchboot umgerüstet werden, und sie machen sich gleich an die Arbeit.
Doch sie werden gestört. Plötzlich sind da Flugzeuge, es fallen Bomben, die Japaner bereiten ihre Landung vor. Alles wird zerstört, auch das Schlauchboot. Dann nähert sich ein Kriegsschiff, der Feind ist da.
Die beiden ziehen sich in ihr Versteck zurück und haben ab jetzt Probleme mit der Nahrung, weil sie sich nicht mehr frei bewegen können. Fische roh essen ist nicht Schwester Angelas Sache. Allison schleicht sich in das Lager der Japaner und entwendet unter Lebensgefahr Konservendosen.
Der Korporal und die Nonne, die doch so verschieden sind, kommen sich allmählich näher. Sie erzählt von ihrem bevorstehenden Gelübde, er spricht offen von seiner Liebe zu ihr. Ob sie vielleicht nicht doch? „Heaven knows, Mr. Allison.“ antwortet sie.
Dann beobachten sie nachts am Horizont Geschützfeuer, und wieder überfliegen schwere Maschinen die Insel. Am nächsten Morgen sind die Japaner verschwunden und haben Unterkünfte sowie Proviant zurückgelassen. Jetzt haben die beiden wieder ein Dach über dem Kopf, zu essen und zu trinken. Schwester Angela findet eine Flasche Sake und gibt sie – Alkohol unerfahren wie sie ist – Allison. Er betrinkt sich, spricht im Rausch von seiner Befürchtung, auf Jahre auf der Insel gefangen zu sein, zusammen mit ihr, und schlägt ihr erneut eine Beziehung vor.
Sie wird mit der Situation nicht fertig, flieht in den Regen und versteckt sich im Wald. Am nächsten Morgen findet Allison sie, völlig durchnässt, krank, mit Schüttelfrost. Er ist sehr besorgt um sie, beteuert, er wollte ihr nie zu nahe treten, und trägt sie in die Höhle.
Denn die Japaner sind zurückgekehrt. Schwester Angela braucht trockene Kleider. Also muss Allison wieder ins feindliche Lager, diesmal um Decken zu holen. Er wird überrascht, muss den Soldaten töten, kann aber ungesehen entkommen. Er befreit die Nonne von ihren nassen Kleidern, und nach drei Tagen wacht sie gesund auf.
Der Tote ist gefunden worden, die Japaner durchsuchen die Insel. Büsche und Gras werden niedergebrannt, die Verfolger entdecken die Höhle.
Dann kracht es, aber es ist nicht die Suchtruppe, Amerikaner greifen die Insel aus der Luft an. Die Japaner ziehen sich in ihr Lager zurück. Es wird Abend, am nächsten Morgen werden die Befreier die Insel stürmen, sicher unter großer Gegenwehr der Japaner.
Aber dazu kommt es gar nicht. Allison hatte in der Nacht die Verschlussstücke der japanischen 1,5er Geschütze entfernt. Zwar wurde er während dieser Aktion von den eigenen Kugeln getroffen, aber es ist nicht so schlimm.
Und dann geht es nach Hause. Auf einer Trage liegend, begleitet von Schwester Angela, wird er aufs Schiff gebracht, während die Marines ungläubig zuschauen. Doch der Seemann und die Nonne trennen sich, jeder wird seinen eigenen Weg gehen.

Besetzung
Deborah Kerr: Schwester Angela
Robert Mitchum: Corporal Allison
Fusamoto Takasimi
Noboru Yoshida
Anna Sten

  •  „In einer Szene musste Mitchum durchs Gras kriechen. Huston hat sie viermal wiederholen lassen, bis sie ihm gefiel. Mitchum stand danach auf, drehte sich um und war vom Hals abwärts voller Blut. Er war durch tropische Brennesseln gekrochen. Zudem schnitt er sich auch noch in den Fuß, verstauchte sich den Knöchel, riss sich den gesamten Oberkörper auf, als er sich eine Palme hinabgleiten ließ.“
  •  „Nach Beendigung der Dreharbeiten waren alle voneinander begeistert, Mitchum von Huston, Huston von Mitchum und dieser wiederum von seinem Co-Star Deborah Kerr.“
  •  Auf den ersten Blick handelt es sich um einen Kriegsfilm, der voller komödiantischer Momente ist. Es ist nicht der Stil eines Billy Wilders wie in Manche mögen’s heiß mit seinen spritzigen Dialogen. Es sind die leisen Töne, die Mimik der Schauspieler und die verschiedenen Ursprungsmilieus der Akteure, die aber auch zu Verständnisschwierigkeiten führen.
  •  Der deutsche Titel ist irreführend, da Mitchums Rolle die eines Marineinfanteristen ist.
  •  Während der Dreharbeiten entdeckte Mitchum den Calypso für sich und nahm anschließend das Album Calypso – is like so… auf.


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Moby Dick / Regie: John Huston

Moby Dick ist ein nach dem gleichnamigen Roman von Herman Melville im Jahr 1954 entstandener und 1956 uraufgeführter US-amerikanischer Film des Regisseurs John Huston. Das Drehbuch schrieben Ray Bradbury (dem Autor von Die Mars-Chroniken und Fahrenheit 451) und John Huston.


Deutscher TitelMoby Dick
OriginaltitelMoby Dick
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1956
Länge116 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieJohn Huston
DrehbuchRay Bradbury
John Huston
ProduktionJohn Huston
MusikPhilip Sainton
KameraOswald Morris
SchnittRussell Lloyd

Die Handlung beginnt 1841 in New Bedford, Neuengland und wird aus Sicht des jungen Ismael erzählt. Ismael sucht eine Arbeit und beschließt als Matrose anzuheuern. Er geht nach New Bedford, auch weil ihn das Meer schon immer angezogen hat. In einer Herberge lernt er den polynesischen Harpunier Queequeg kennen und beide schließen Freundschaft. Obwohl sie vom wahnsinnig wirkenden Elias davor gewarnt werden, heuern Ismael und Queequeg in der Hafenstadt auf dem Walfangschiff „Pequod“ an. Dass sich Ahab, der Kapitän dieses Schiffs, an Bord befindet, vermittelt sich ihnen in den ersten Tagen auf See nur durch die Geräusche, die sein künstliches Bein nachts auf Deck verursacht. Schließlich bekommen sie ihn zu Gesicht. Ahab trägt eine Beinprothese, die aus dem Kieferknochen eines Pottwals angefertigt worden ist. Dieser ungewöhnliche Werkstoff ist damit zu erklären, dass der Kapitän einen weißen Wal namens Moby Dick für den Verlust seines Beins verantwortlich macht.
Im Laufe der Walfangexpedition wird immer deutlicher, dass Ahab deren hauptsächlichen Zweck darin sieht, Moby Dick zu erlegen. Aber damit nicht genug: Ahab verfolgt dieses Ziel mit einer derartigen Wut und Besessenheit, dass der wirtschaftliche Nutzen der Expedition und menschliche Schicksale zunehmend zweitrangig werden. So lässt er die Bergung erlegter Wale stoppen, weil Moby Dick in der Nähe sein soll. Aus demselben Grund weigert er sich später, die Pequod nach Schiffbrüchigen eines anderen Walfängers, der Rachel, suchen zu lassen: ein Akt unterlassener Hilfeleistung, der in Seefahrerkreisen unweigerlich zur Ächtung führt, was Ahab aber nicht kümmert. „Ich würde sogar die Sonne angreifen, wenn sie mir etwas zuleide täte!“ stellt er für sich fest.
Widerstand gegen das wahnhafte Treiben Ahabs regt sich nur beim besonnenen ersten Offizier Starbuck, der allerdings bald erkennen muss, dass er nicht mit Unterstützung rechnen kann. Einerseits sind die anderen Offiziere aus Prinzip gegen eine Meuterei, andererseits hat Ahab mit seinem Charisma einen starken Einfluss auf die Mannschaft.
Nachdem das Schiff in ein schweres Unwetter geraten ist, riskiert Ahab, der der Verfolgung Moby Dicks alles andere unterordnet, den Untergang des Schiffes. Als Starbuck einen Befehl verweigert und einen Mast kappen will, um das Schiff zu retten, bedroht ihn Ahab mit dem Tod. Starbuck muss zusehen, wie der Kapitän eine Elmsfeuererscheinung zum vielversprechenden Zeichen für die Jagd nach dem weißen Wal erklärt, die Mannschaft frisch geschmiedete Harpunen mit eigens dafür gespendetem Blut härtet und Ahab mit diesem Blutschwur alle anderen Besatzungsmitglieder bedingungslos auf seiner Seite hat. Starbuck selbst entschließt sich, Ahab zu erschießen, bringt dann jedoch nicht die innere Stärke auf.
Besetzung
Gregory Peck: Kapitän Ahab
Richard Basehart: Ismael
Leo Genn: Starbuck
James Robertson Justice: Kapitän Boomer
Harry Andrews: Stubb
Bernard Miles: Manxman
Noel Purcell: Schiffszimmermann
Edric Connor: Daggoo
Mervyn Johns: Peleg
Joseph Tomelty: Peter Coffin
Francis De Wolff: Kapitän Gardiner
Philip Stainton: Bildad
Royal Dano: Elias
Seamus Kelly: Flask
Friedrich von Ledebur: Queequeg
Orson Welles: Pfarrer Mapple

Die Dreharbeiten dauerten mehr als drei Jahre und fanden unter anderem vor den Küsten Wales' und der Kanarischen Inseln statt. Zahlreiche Außenaufnahmen waren insbesondere deshalb gefragt, weil Huston möglichst viele realistisch wirkende Bilder liefern wollte.
Ursprünglich hatte John Huston seinen Vater Walter Huston (u. a. Oscar für Nebenrolle in Der Schatz der Sierra Madre, 1948) für die Rolle des Ahab vorgesehen. Über mehrere Jahre versuchte er dann, einem Hollywood-Studio die Verfilmung Melvilles Roman schmackhaft zu machen. Weil es sich um einen eher düsteren Stoff ohne weibliche Sprechrollen und ohne Liebesgeschichte handelt, fand er zunächst keinen Interessenten. Schließlich war John Huston erfolgreich mit der Auflage, dass ein bekannter Schauspieler die Rolle des Ahab übernehmen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war sein Vater bereits verstorben, und so fiel die Wahl auf Gregory Peck.
In der Tat ist Gregory Peck auch nach der Premiere des Films von großen Teilen des Publikums und der Kritik nicht als Idealbesetzung gesehen worden. Zwar ist anerkannt worden, er habe eine vom Hass deformierte Persönlichkeit durchaus passabel dargestellt, und die Kameraführung habe ihren Teil dazu beigetragen. Allerdings habe sein Gesicht, insbesondere der weich geformte Mund und der an Abraham Lincoln erinnernde Bart, doch auch eine gewisse Sanftmut ausgestrahlt, die nicht zur Rolle passe.
Diese „Fehlbesetzung“ war mit dafür verantwortlich, dass Moby Dick seinerzeit kein allzu großer Erfolg an den Kinokassen war. Als herausragendes Werk der Filmgeschichte gilt er heute trotzdem, und zwar vor allem wegen der besonderen Licht- und Farbstimmung, mit der die Zeichnung Ahabs Charakter und der unheilschwangere Plot der Handlung unterstützt werden.
1998 wurde für das amerikanische Fernsehen ein Remake von Moby Dick mit Patrick Stewart als Kapitän Ahab produziert. Gregory Peck hatte in dieser Neuverfilmung einen Gastauftritt als Pfarrer Mapple. Es war Pecks letzte Rolle.


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